Wozu sollen wir empfangen?

Teil 2 der Serie: Empfangen im Geist

Im letzten Post habe ich davon gesprochen, dass wir nicht nur von Wasser und Brot leben, sondern dass wir durch den Heiligen Geist ein Festmahl von Gott bekommen, wenn wir auf ihn hören.

Dieses Festmahl beinhaltet Sicherheit, Zugehörigkeit, Wertschätzung und eine Aufgabe. Das braucht unsere Seele, dass es ihr gut geht. Unsere Seele wird satt und glücklich. Ich bin dankbar dafür!

Das Gewaltige an Gottes Reden ist, dass es die Kraft mit sich bringt, uns zu verändern und uns in die Freiheit zu führen. Wir können auch von Heiligung reden oder von Jesus ähnlicher werden. Das schaffen wir nicht mit menschlicher Kraft. In diesem Post geht es nur um uns selbst, nicht um das, was Gott durch uns in der Welt tut und tun will – doch auch das hat Auswirkungen nach aussen.

Wenn wir seine Freiheit haben, dann wird das sichtbar an unserem Leben und so sind wir Licht und Zeugnis für unseren Gott!

Ich möchte aus meinem Leben erzählen: Ich habe in meiner Kindheit den Glauben entwickelt, dass meine Meinung unwichtig ist und dass es überhaupt gefährlich ist, eine Meinung zu haben und mich damit zu zeigen. Ich hatte Angst, mich zu exponieren, weil mich jemand kritisieren könnte. Meine Lösung dazu war Rückzug. Und ich fühlte mich allein.

 Ich passte mich an und schwamm in der Menge mit, weil ich nichts riskieren wollte. Ich war nicht greifbar, und somit traute man mir auch nicht viel zu – ich auch nicht. Nicht in allen Bereichen, aber doch einigen. Das waren falsche Muster und Glaubenssätze. Das war nicht von Gott. Und er war auch nicht schuld.

Durch verschiedene Prophetien und Eindrücke habe ich mit den Jahren herausgefunden, dass meine Identität Botschafterin ist. Ich, eine Botschafterin? Als Botschafterin sollte man eine Meinung haben, also etwas zu sagen haben und sich zeigen. Der Feind wollte verhindern, dass ich als Botschafterin lebe. Er hat das für viele Jahre auch geschafft.

Doch Gott bzw. der Heilige Geist ist in einem Prozess mit mir. In den letzten gut 10 Jahren hat mich der Heilige Geist wie ein persönlicher Berater und Therapeut Schritt für Schritt in die Freiheit geführt! Er hat mich durch sein Reden mit mir, durch das Empfangen im Geist von alten Mustern und Verletzungen geheilt. Und parallel dazu habe ich Gottes Wesen auch durch sein geschriebenes Wort, die Bibel, kennengelernt. Es gab so viele AHA-Erlebnisse!

Seit Jahren setze ich mich morgens hin und höre auf Gott, empfange im Geist. Ich tue, was David im Psalm 63,2 getan hat:

Und in seiner Gegenwart hat mich Gott zurück geführt in meine Identität und ein Leben in Fülle. Von dem Glauben, dass meine Meinung, meine Gedanken völlig unwichtig sind, hin zur Identität einer Botschafterin. Vom Glauben, ich sei allein zum Wissen, dass Gott mit mir ist. Ich exponiere mich, es ist okay für mich. Jetzt merke ich, dass das auch schon immer in mir schlummerte. Ich erlebe seine Freiheit, seinen Frieden und seine Freude! Und Gott ist noch nicht fertig mit mir! Ich freue mich auf die Zukunft…

So was kriegen wir aus eigener Kraft nicht hin! Das geht nur mit dem Hören auf den Heiligen Geist, der auch mit dir redet!

Als Jesus gestorben und auferstanden ist, hat er uns den Heiligen Geist geschickt, damit wir seine Stimme hören. Wer sind wir, dass wir sie ablehnen? Ist es stolz oder überheblich, Gottes gute Gedanken über uns selbst anzunehmen? Im Gegenteil, ich finde es mega überheblich, sie abzulehnen! Wenn wir Gottes Festmahl wollen, dann müssen wir auf die Stimme des Heiligen Geistes hören!

Bitte sag nicht „Ich bin halt so, ich kann nicht anders“! Nein, bei Jesus passiert Heilung und Heiligung, und auch du bist für ihn kein unmöglicher Fall! Bei ihm ist Hoffnung und Freude. Bei ihm wird Unmögliches möglich!

Wenn wir von Gott empfangen, sind wir Gefässe, die überfliessen. Wir fliessen über in Dank und Liebe zurück an Gott und wir fliessen über in Liebe für unseren Nächsten wie für uns selbst. Ich bin überzeugt: Unser Leben ist eine Schulbank, in der wir das lernen sollen.

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert