Die lieben Emotionen…

Wie oft sind wir ängstlich, traurig, wütend oder deprimiert und denken, wir sollten/dürften/möchten diese Gefühle nicht haben.

Hast du deine Gefühle auch schon abgelehnt?
Ich will diese Angst nicht.
Ich darf nicht wütend sein.
Ich sollte diese Trauer endlich ablegen.
Ich möchte nicht so deprimiert sein.

Auch in den Psalmen finden sich solche Gefühle:

Auch wenn Gefühle normal sind und schon immer zu uns Menschen gehört haben, sind uns die negativen Gefühle doch nicht angenehm und wir würden sie gern zur Seite schieben. Zur Seite schieben allerdings ist nicht gesund und das funktioniert auch nicht auf Dauer!

Unsere Gefühle sind die Frucht unserer Gedanken! Sie haben einen direkten Zusammenhang.
An unseren Gefühlen merken wir, wie wir denken – und wir können schauen, ob sie mit Gottes Wort übereinstimmen.

Negative Gefühle sind nichts Schlimmes oder Falsches, im Gegenteil: Wir haben sie, damit wir hinschauen und nachforschen, woher sie kommen! Gefühle sind ein „Zeiger“, sie sind wie eine Hinweistafel: Sie zeigen uns, was wir über Gott, über uns selbst und über die Welt denken. (Gedanken, Gedankenmuster und -prägungen, unsere Weltsicht, unsere Einstellung, unser Glauben)

Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter kommt bei dir im Büro vorbei und sagt dir, dass der Chef dich in einer halben Stunde bei sich im Büro sehen will.
 Was denkst du? Oha, was für einen Fehler habe ich gemacht? Habe ich etwas verbockt? Ich bin nicht kompetent oder fähig genug für diesen Job…
Oder: Der Chef ist doch völlig unfähig und mit seinen Mitarbeitern ist er auch immer so unsozial! Vor dem muss ich mich schützen!
Oder denkst du: Ja, wunderbar, er wird mich sicher loben, ich habe gute Arbeit geleistet!

Ein anderes Beispiel: Dein Partner ist etwas kurz angebunden, bevor er aus dem Haus geht für einen Termin.
Denkst du: Ich bin einfach nicht liebenswert, ich bin ihm egal, er liebt mich nicht mehr.
Oder: Was hat er wieder, ist er sauer auf mich? Er ist immer so kritisch, er tut mir Unrecht!
Oder denkst du: Er hat gerade so viel zu tun, ich werde für ihn beten und ihn segnen.

Bei beiden Beispielen kann ich verschiedene Gefühle haben. Schon der Gedanke, dass ich anders fühlen könnte, ist in dem Moment erstaunlich. Doch was ich fühle, weist auf meine Sicht auf mich, die Welt und Gott hin!

Meine Sicht auf mich selbst: Sehe ich mich selbst negativ, nicht wertvoll, nicht gut genug? 

Gottes Wahrheit: Er sieht das anders! Die Bibel sagt mir, dass ich wunderbar geschaffen bin!

Meine Sicht auf andere Menschen: Sind die anderen böse und haben schlechte Motive? Siehst du die Leute negativ? Gottes Wahrheit: Wenn Gott für mich ist, was können mir Menschen tun? Jesus ist sogar für die gestorben, die ihn abgelehnt und verraten haben! Und er fordert auch uns auf, unsere Feinde zu lieben.

Ist meine Sicht auf Gott negativ? Dann projiziere ich menschliche Erfahrungen auf Gott, denn Gott ist Liebe!

Wir müssen unsere Emotionen nicht ändern, sondern sie sind dazu da, uns auf Gedanken hinzuweisen, die wir ändern können und sollen! Wir sind aufgerufen, alle Gedanken, die sich nicht den Wahrheiten Gottes unterordnen, zu ändern!

Gedanken lassen sich ändern, indem wir die Wahrheiten in der Bibel lesen und proklamieren, darüber beten, auf Gott hören, und seine Wahrheiten kauen und verdauen, bis sie fest in unserem Herzen verankert sind.
Also bekämpfe nicht deine Gefühle, sondern erkenne und verändere die Gedankenmuster, die dahinterstecken! Und damit werden sich deine Gefühle verändern!

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert